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Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für ein Blackout?

wie hochWie hoch die Gefahr eines Blackouts wirklich ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Unter anderem zählen folgende Punkte dazu:

Komplexität des Stromnetzes:
Das Stromnetz wird immer komplexer, da es mehr und mehr dezentrale Energiequellen wie Solar- und Windkraftanlagen integriert. Dies kann zu einer höheren Anfälligkeit für Fehler führen.

Klimawandel:
Der Klimawandel führt vermehrt zu extremen Wetterereignissen wie Stürmen und Überschwemmungen. Diese können Stromleitungen beschädigen und so einen Blackout auslösen.

Sonnenaktivität:
Erhöhte Sonnenaktivität kann zu magnetischen Sonnenstürmen führen, die die Stromleitungen beeinflussen und einen großflächigen Stromausfall verursachen können.

Cyberangriffe:
Hackerangriffe auf Kraftwerke oder Stromnetze stellen eine weitere Gefahr dar und könnten zu einem Blackout führen.

Wie hoch ist das Risiko in Österreich?
Das läßt sich schwer beantworten. Das österreichische Stromnetz gilt als sehr sicher, ist jedoch ebenfalls komplex und europaweit vernetzt. Die Stromerzeugung aus Photovoltaik und Windkraftanlagen ist nicht konstant verfügbar. Fällt ein oder sogar mehrere größere Kraftwerke aus, kann dies zu einer Überlastung in anderen Kraftwerken führen (Dominoeffekt). Auch der Ausfall von Hochspannungsleitungen kann erhebliche Auswirkungen haben.

Die Folgen eines Blackouts sind offensichtlich:

  • Ausfall kritischer Infrastruktur: Die Ampeln funktionieren nicht mehr, es gibt Probleme mit der Wasserversorgung, der Telekommunikation und den Krankenhäusern. Die Aufrechterhaltung von öffentlicher Ordnung und Sicherheit wird dadurch stark beeinträchtigt.
  • Chaos und Panik: Durch die Verunsicherung in der Bevölkerung wird es zu Hamsterkäufen und später Plünderungen kommen.
  • Wirtschaftliche Schäden: Unternehmen und Betriebe schaffen es nicht, ihre Produktion aufrechtzuerhalten. Die Folge sind hohe finanzielle Verluste und Arbeitslosigkeit.
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Verhaltensweise nach einem Blackout

VerhaltensweiseDie Verhaltensweise nach einem längeren Stromausfall oder Blackout richtet sich nach der aktuellen Situation.
Wenn das Stromnetz endlich wieder Energie liefert, ist trotzdem noch nicht alles wie vor dem Ausfall. Die Grundversorgung muss wieder neu aufgebaut werden. Treibstoffversorgung, Lebensmittelversorgung und auch Medikamente für Krankenhäuser und Apotheken müssen erst wieder neu produziert werden. Mit den Aufräumarbeiten wird begonnen. Auch nach einem Blackout ist die Gefahr noch nicht gebannt. Seien Sie wachsam und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden, um Ihre Sicherheit und die Ihres Umfelds zu gewährleisten.

Die individuelle Verhaltensweise nach einem Blackout

Ist man nach einem Blackout in einem Notquartier untergebracht, empfiehlt es sich, vorerst auch einmal dort zu bleiben. Denn auch wenn das Haus oder die Wohnung wieder geheizt wird, ist die Lebensmittelversorgung noch nicht gesichert. Die wichtigste Frage für viele ist wahrscheinlich, wie geht es meinen Verwandten in anderen betroffenen Gebieten? Während des Stromausfalls ist es schwierig, Kontakt zur „Außenwelt“ herzustellen, da keine Telefonnetze mehr funktionieren. Dies ist, sofern die Netze nicht überlastet sind, wieder problemlos möglich. 

Ein sicheres Vorgehen – beachten Sie folgende Punkte:

Wasser:

  • Trinken Sie Leitungswasser zunächst nicht, bis es von den Behörden freigegeben wird. Verunreinigungen durch den Stromausfall können die Wasserqualität beeinträchtigen.
  • Nutzen Sie abgefülltes Wasser oder Wasser aus einem Brunnen, falls vorhanden. Kochen Sie das Wasser vorsorglich ab.

 

Lebensmittel:

  • Überprüfen Sie Ihren Lebensmittelvorrat: Entsorgen Sie verdorbene Lebensmittel.
  • Kühl- und Gefriertruhen sollten so kalt wie möglich gehalten werden. Öffnen Sie sie nur so oft wie nötig.
  • Verzehren Sie Lebensmittel, die schnell verderben, zuerst.

 

Gesundheit:

  • Achten Sie auf Hygiene: Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich.
  • Hören Sie auf Ihren Körper und ruhen Sie sich ausreichend aus.
  • Seien Sie besonders aufmerksam auf ältere Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen.

 

Sicherheit:

  • Seien Sie vorsichtig beim Umgang mit offenem Feuer und Kerzen.
  • Achten Sie auf erhöhte Brandgefahr durch beschädigte Elektrogeräte.
  • Halten Sie sich über die aktuelle Lage informiert und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.

 

Zusammenhalt:

  • Helfen Sie Ihren Nachbarn und Menschen in Ihrer Gemeinde.
  • Teilen Sie Ihre Ressourcen und Informationen.
  • Bleiben Sie geduldig und positiv.
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Vorsorge für den Stromausfall

Vorsorge

Die beste Vorsorge im Falle eines Stromausfalls ist, in solch einer Situation gelassen zu bleiben.
Der Stromausfall kann jederzeit und überall passieren. Unvorhergesehene Ereignisse wie Naturkatastrophen, technische Probleme oder gezielte Angriffe können dazu führen, dass der Strom ausfällt.

Um in einer solchen Situation nicht ganz hilflos dazustehen, ist es wichtig, sich gut vorzubereiten. Hier einige wichtige Punkte:

Erster Schritt der Vorsorge – informieren Sie sich:

  • Besorgen Sie sich Informationen über die Stromausfall-Gefahr in Ihrer Region: Welche Wahrscheinlichkeit besteht für einen Stromausfall? Wie gut ist die Versorgung mit Notstrom? Welche Notfallpläne gibt es?
  • Informieren Sie sich über die empfohlenen Notfallmaßnahmen: Was sollten Sie bei einem Stromausfall tun? Wie können Sie sich und Ihre Familie schützen?
  • Halten Sie sich über aktuelle Ereignisse auf dem Laufenden: So können Sie sich rechtzeitig auf einen möglichen Stromausfall vorbereiten.

Erstellen Sie einen Notfallplan:

  • Erstellen Sie einen Plan, wie Sie im Falle eines Stromausfalls mit Ihrer Familie in Kontakt bleiben können.
  • Legen Sie fest, wo Sie sich im Notfall treffen werden.
  • Bestimmen Sie einen Ansprechpartner außerhalb Ihrer Region, den Sie im Notfall kontaktieren können.

Vorsorge auch in der Grundversorgung:

  • Legen Sie einen Vorrat an Lebensmitteln und Wasser an, der für mindestens drei Tage ausreicht.
  • Besorgen Sie sich Kerzen, Taschenlampen und Batterien.
  • Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio bereit, um Informationen zu erhalten.
  • Sichern Sie sich mit Bargeld und Medikamenten für den Notfall ab.

Weitere wichtige Punkte:

  • Schützen Sie sich vor Kälte: Halten Sie warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke bereit.
  • Sichern Sie Ihre elektronischen Geräte: Schalten Sie elektronische Geräte aus, um Schäden durch Spannungsschwankungen zu vermeiden.
  • Seien Sie hilfsbereit: Helfen Sie Ihren Nachbarn, insbesondere älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen.

Mit diesen Vorbereitungen können Sie einen Stromausfall sicher und gut überstehen.

Fazit

Mit der richtigen Vorbereitung für den Fall eines Stromausfalls legen Sie die Basis für ein besonnenes Reagieren auf solch eine Situation.

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Checkliste – was tun bei Stromausfall

Stromunterbrechungen können unerwartet auftreten. Dann ist eine gute Vorbereitung wichtig und eine durchdachte Checkliste sehr hilfreich.
Nachstehend finden Sie eine kompakte Anleitung mit klaren Schritten und wichtigen Ratschlägen. Damit stellen Sie sicher, dass Sie in so einer Situation gezielt agieren können. In dieser Liste finden Sie von Notvorräten bis zum sicheren Abschalten der Geräte alles. Nutzen Sie diese Checkliste. Sie hilft Ihnen, in solchen Momenten die Ruhe zu bewahren.

Vor dem Stromausfall:

Notfallplan für Stromausfälle:

Checkliste NotfallplanVorbereitung:
Besprechen Sie mit Ihrer Familie oder Ihren Mitbewohnern einen Notfallplan.

  • Wo treffen Sie sich im Falle eines Stromausfalls?
  • Wie informieren Sie sich gegenseitig (z.B. über Funkgeräte)?
  • Wie können Sie sich gegenseitig helfen?

Bereiten Sie einen Lebensmittel- und Getränkevorrat für mindestens 14 Tage vor.

  • Wählen Sie haltbare Lebensmittel wie Konserven, Trockennahrung und Wasser.

Besorgen Sie sich Ersatzbeleuchtung.

  • Taschenlampen
  • Kerzen
  • Streichhölzer
  • Reservebatterien

Besorgen Sie sich eine Ersatzkochgelegenheit.

  • Gaskocher
  • Grill
  • Laden Sie Ihre Mobiltelefone und andere elektronische Geräte vollständig auf.

Zusätzliche Punkte:

Halten Sie wichtige Dokumente griffbereit.

  • Ausweise
  • Bargeld
  • Notfallnummern

Informieren Sie sich über die Umgebung.

  • Wo befindet sich der nächste Lebensmittelladen?
  • Wo befindet sich die nächste Tankstelle?
  • Wo befindet sich der nächste Arzt?

Überlegen Sie, wie Sie sich im Winter warm halten können.

  • Decken
  • Schlafsäcke
  • Notstromaggregat (nur mit ausreichender Kenntnis und Sicherheitsvorkehrungen)

Regelmäßige Überprüfung:

  • Überprüfen Sie Ihren Notfallplan regelmäßig und aktualisieren Sie ihn bei Bedarf.
  • Überprüfen Sie das Verfallsdatum Ihres Lebensmittelvorrats und ersetzen Sie abgelaufene Lebensmittel.
  • Testen Sie Ihre Ersatzbeleuchtung und Ersatzkochgelegenheit regelmäßig.

Verhalten bei Stromausfall:

  1. Geräte vom Netz trennen:
  • Trennen Sie alle elektrischen Geräte vom Stromnetz, um Schäden durch Spannungsspitzen beim Wiederherstellen der Stromversorgung zu vermeiden.
  • Dies gilt insbesondere für empfindliche Geräte wie Computer, Fernseher und Hi-Fi-Anlagen.
  1. Ausmaß des Stromausfalls feststellen:
  • Überprüfen Sie, ob der Stromausfall nur Ihre Wohnung oder Ihr Haus betrifft oder ob auch die Nachbarschaft/Umgebung betroffen ist.
  • So lässt sich eingrenzen, ob es sich um ein lokales Problem oder einen größeren Ausfall handelt.
  1. Ersatzbeleuchtung verwenden:
  • Nutzen Sie Taschenlampen, Kerzen oder batteriebetriebene Lampen, um sich im Dunkeln zu orientieren.
  • Vermeiden Sie offenes Feuer, da dies zu Rauchentwicklung und Brandgefahr führen kann.
  1. Ersatzkochgelegenheit nutzen:
  • Falls vorhanden, verwenden Sie einen Gaskocher oder Grill, um Essen zuzubereiten.
  • Achten Sie dabei auf ausreichende Belüftung, um eine Kohlenmonoxidvergiftung zu vermeiden.
  1. Lebensmittel und Getränke kühlen:
  • Lagern Sie verderbliche Lebensmittel und Getränke in einem geschlossenen, kühlen Raum, z. B. im Kühlschrank oder in der Kühltruhe.
  • Vermeiden Sie es, die Kühlgeräte unnötig zu öffnen, um die Kälte zu halten.
  1. Informiert bleiben:
  • Hören Sie Radio oder lesen Sie Nachrichten, um sich über den aktuellen Stand des Stromausfalls und die voraussichtliche Dauer zu informieren.
  • So können Sie sich auf die Situation einstellen und etwaige notwendige Maßnahmen ergreifen.
  1. Zeichen für Wiederherstellung der Stromversorgung:
  • Schalten Sie trotz Stromausfall zumindest eine Lampe ein.
  • Sobald die Lampe wieder leuchtet, wissen Sie, dass der Strom wieder da ist.

Zusätzliche Tipps:

  • Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio und Ersatzbatterien bereit.
  • Befüllen Sie vor einem Stromausfall Ihre Handys und andere mobile Geräte.
  • Notieren Sie sich wichtige Telefonnummern, falls Sie im Notfall kein Telefon benutzen können.
  • Informieren Sie sich über die Notfallpläne Ihrer Gemeinde.

 

Nach dem Stromausfall:

Geräte überprüfen:

  • Untersuchen Sie Ihre Geräte nach sichtbaren Schäden wie z.B. Schmelzspuren in der Kunststoffhülle oder Risse.
  • Achten Sie auf ungewöhnliche Gerüche oder Geräusche beim Einschalten.
  • Testen Sie die Funktionen der Geräte, um sicherzustellen, dass sie ordnungsgemäß funktionieren.

Reparaturen:

  • Reparieren Sie beschädigte Geräte nicht selbst.
  • Wenden Sie sich an einen qualifizierten Elektriker, um die Sicherheit zu gewährleisten.
  • Bewahren Sie Quittungen und Reparaturrechnungen für die Versicherung auf.

Versicherung informieren:

  • Wenn Sie durch den Stromausfall Schäden an Ihrem Eigentum erlitten haben, benachrichtigen Sie Ihre Versicherung.
  • Dokumentieren Sie die Schäden mit Fotos und Videos.
  • Bewahren Sie alle Belege und Kostenvoranschläge für die Reparatur auf.

Zusätzliche Tipps:

  • Erstellen Sie eine Liste der beschädigten Geräte und deren Wert.
  • Informieren Sie sich bei Ihrer Versicherung, welche Schäden abgedeckt sind.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Versicherungssumme ausreichend hoch ist, um Ihre Geräte und Ihr Eigentum zu schützen.

Mit diesen Tipps können Sie die Folgen eines Stromausfalls minimieren und Ihre Rechte gegenüber der Versicherung wahren.

Zusätzliche Tipps für Stromausfälle:

Kinder und Haustiere:

  • Erklären Sie Kindern:
    Was ein Stromausfall ist und warum es dazu kommen kann.
    Wie sie sich im Dunkeln verhalten sollen (z.B. ruhig bleiben, Taschenlampe benutzen).
    Wo sie wichtige Dinge finden, wie z.B. Notfallvorrat und Wasser.
  • Versorgen Sie Haustiere:
    Stellen Sie ausreichend Wasser und Futter bereit.
    Halten Sie sie an einem sicheren Ort, falls Sie das Haus verlassen müssen.

Nachbarschaftshilfe:

  • Bieten Sie Hilfe an:
    Älteren oder behinderten Nachbarn
    Nachbarn mit kleinen Kindern
    Allen, die Unterstützung benötigen

Längerfristiger Stromausfall:

  • Notfallrucksack:
    Besorgen Sie einen Rucksack mit Wasser, Essen, Medikamenten, Hygieneartikeln, etc.
    Packen Sie auch wichtige Dokumente, Bargeld und ein batteriebetriebenes Radio ein.
  • Notstromversorgung:
    Ein Generator oder eine Solaranlage kann Strom für Beleuchtung, Kühlschrank und andere Geräte liefern.
  • Überlebenstechniken:
    Erlernen Sie grundlegende Fähigkeiten wie Feuermachen, Kochen im Freien und Orientierung ohne GPS.

Weitere Tipps:

  • Halten Sie sich auf dem Laufenden:
    Informieren Sie sich über die aktuelle Situation und die Wettervorhersage.
    Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.
  • Bleiben Sie positiv:
    Ein Stromausfall ist eine Herausforderung, aber keine Katastrophe.
    Bewahren Sie Ruhe und helfen Sie anderen, wenn Sie können.

Mit den Tipps dieser Checkliste können Sie sich gut auf einen Stromausfall vorbereiten und die Situation meistern.

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Totalblackout – Kosten pro Stunde?

Die Kosten, die ein Totalblackout ein Europa pro Stunde verursachen würde, lassen sich nicht pauschal beziffern. Sie hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab. Zu den wichtigsten Faktoren zählen:

  • Dauer des Blackouts: Je länger das Stromnetz zusammengebrochen ist, desto höher sind die Kosten.
  • Ausmaß des Blackouts: Ein regionaler Blackout ist deutlich günstiger als ein bundesweiter oder gar europaweiter Stromausfall.
  • Betroffene Regionen: Die wirtschaftliche Struktur und die Bevölkerungsdichte der betroffenen Regionen spielen eine Rolle.
  • Jahreszeit: Ein Blackout im Winter hat z. B. durch Heizbedarf höhere Kosten zur Folge.

 

Dennoch lässt sich eine grobe Schätzung für so einen europäischen Totalblackout wagen:

Totalblackout KostenDirekte Kosten:

  • Ausfall der Stromversorgung: ca. 100 Millionen Euro pro Stunde
  • Schäden an Infrastruktur: ca. 1 Milliarde Euro pro Stunde
  • Betriebsunterbrechungen in Unternehmen: ca. 5 Milliarden Euro pro Stunde

 

Indirekte Kosten:

  • Verluste durch Lieferengpässe: ca. 10 Milliarden Euro pro Stunde
  • Folgeschäden durch Plünderungen etc.: ca. 5 Milliarden Euro pro Stunde
  • Langfristige wirtschaftliche Schäden: schwer zu beziffern

 

Zusätzliche Kosten:

  • Aufräumarbeiten: ca. 1 Milliarde Euro
  • Investitionen in die Prävention: ca. 10 Milliarden Euro
 

Fazit:

Ein Totalblackout in großen Teilen Europas kann kostenmäßig in die Milliarden pro Stunde in die Höhe schnellen. Die genaue Höhe lässt sich jedoch nicht vorhersagen und hängt von verschiedenen Faktoren ab.

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Folgen eines längeren Stromausfalls?

Folgen Stromausfall flächendeckendFällt das Stromnetz flächendeckend über einen längeren Zeitraum aus, sind die Folgen vielfältig!
Bei einem längeren Ausfall spricht man von einem Blackout. Der Wiederaufbau der elektrischen Versorgung dauert Tage oder Wochen. Bis die Versorgung wieder 100 % aufrecht ist, kann es sogar noch länger dauern.

 

Folgen ZusammenbruchWas passiert bei einem Blackout?

Bei einem länger andauernden Ausfall der Energieversorgung ist es schwer möglich, eine Grundversorgung aufrechtzuerhalten. Tankstellen können keinen Treibstoff liefern und Supermärkte können nicht mit frischen Lebensmitteln versorgt werden. Die Notstromversorgung in Kühlhäusern funktioniert nur ein paar Tage, danach fangen Lebensmittel an zu verderben. Auch Krankenhäuser und Ärzte können nicht mehr mit Medikamenten versorgt werden.

Welche Folgen hat ein Blackout?

Nur weil der Strom wieder zurück ist, herrscht nicht gleich wieder Normalzustand. Auch wenn Haushalte wieder mit Strom versorgt werden, ist die Grundversorgung nur zum Teil wiederhergestellt. Die verdorbenen Lebensmittel müssen erst wieder nachproduziert werden, dasselbe bei den Medikamenten.

Viele Viehzüchter haben aufgrund des lang andauernden Stromausfalls ihre Tiere verloren und somit sind auch Fleisch, Milch, Eier, … nur beschränkt verfügbar.

Die Kosten und die tatsächlichen Folgen für die Wiederherstellung der Grundversorgung nach einem Blackout lassen sich nur schwer abschätzen.

Folgen eines flächendeckenden Stromausfalls über einen längeren Zeitraum:

Landwirtschaft:

  • Ausfall von Bewässerungssystemen und Melkmaschinen: Ernteausfälle und Tierleid.
  • Verderb von Lebensmitteln: Mangel an frischer Nahrung und wirtschaftliche Schäden für Landwirte.
  • Beeinträchtigung der Logistik: Schwierigkeiten beim Transport von Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Produkten.

Gesellschaft:

  • Zusammenbruch der Infrastruktur: Beeinträchtigung der Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Telekommunikation und Verkehr.
  • Chaos und Panik: Verunsicherung der Bevölkerung, Hamsterkäufe und Plünderungen.
  • Einschränkungen im öffentlichen Leben: Schulen und Universitäten bleiben geschlossen, der öffentliche Verkehr ist eingeschränkt.
  • Solidarität und Hilfsbereitschaft: Nachbarschaftshilfe und Unterstützung von Hilfsorganisationen.

Öffentliches Leben:

  • Ausfall von Krankenhäusern, Polizei und Feuerwehr: Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Gesundheit.
  • Beeinträchtigung der Wirtschaft: Produktionsausfälle, finanzielle Verluste und Betriebsunterbrechungen.
  • Plötzlicher Anstieg der Nachfrage nach Notstromaggregaten und anderen Hilfsgütern.
  • Verbreitung von Fehlinformationen und Gerüchten in sozialen Medien.

Langfristige Folgen:

  • Wirtschaftliche Schäden: Milliardenverluste durch Produktionsausfälle und Reparaturen.
  • Politische Diskussionen: Debatte über die Energiesicherheit und den Ausbau erneuerbarer Energien.
  • Psychologische Auswirkungen: Angst vor weiteren Blackouts und Verunsicherung der Bevölkerung.

Die Dauer des Stromausfalls spielt eine entscheidende Rolle:

  • Kurze Blackouts: Weniger gravierende Folgen, schnelle Wiederherstellung der Stromversorgung.
  • Langwierige Blackouts: Kumulierung der negativen Folgen, massive Schäden und langwierige Wiederaufbauphase.

Vorbereitung und Vorsorge:

  • Notfallplan: Erstellung eines Plans mit wichtigen Informationen und Handlungsanweisungen.
  • Notvorrat: Bevorratung von Lebensmitteln, Wasser und anderen wichtigen Dingen.
  • Information und Aufklärung: Sensibilisierung der Bevölkerung für die Risiken und Folgen eines Blackouts.

Fazit:

Ein flächendeckender Stromausfall über einen längeren Zeitraum hätte katastrophale Folgen für die Landwirtschaft, die Gesellschaft und das öffentliche Leben. Die Wiederherstellung der Normalität würde Wochen oder Monate in Anspruch nehmen. Daher ist es wichtig, sich auf die Möglichkeit eines Blackouts vorzubereiten und Vorsorge zu treffen.

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Blackout-Szenario

Was würde bei einem Blackout tatsächlich passieren?

In einem Blackout-Szenario ist von weitreichenden und tiefgreifenden Folgen für das Land die Rede.
Die ersten 10 Tage wären von Chaos, Unsicherheit und Herausforderungen geprägt. Die Wiederherstellung der Stromversorgung und des öffentlichen Lebens würde Wochen oder sogar Monate in Anspruch nehmen. Aber was wäre wirklich, wenn der Strom über längere Zeit hinweg ausfällt?

Blackout-SzenarioStunde Null: Überleben im Dunkeln – Was in den ersten Tagen eines Blackouts passiert

Einsatzkräfte sind im Höchsteinsatz: Verkehrschaos durch ausgefallene Ampeln oder Bahnen, die mitten auf Kreuzungen zum Stehen kommen, oder in Aufzügen stecken gebliebene Personen.


Tag 1

Nach bereits 12 Stunden neigt sich der Treibstoff in privaten Notstromaggregaten dem Ende zu, was gerade in der Landwirtschaft gravierende Folgen haben kann: die Lüftung oder die Fütterung funktionieren nicht mehr und die Tiere ersticken, verhungern oder verdursten. Gekühlte landwirtschaftliche Produkte verderben.

Tag 2 – wie geht es im Blackout-Szenario weiter?

Auch am zweiten Tag ohne Strom wird die Lage nicht besser: Bargeldreserven gehen dem Ende zu, auf den Banken herrscht ein enormer Ansturm. Supermärkte werden regelrecht geplündert, sofern sie überhaupt noch öffnen können. An den Kassen herrscht Stau, da alles händisch abgerechnet und kassiert werden muss.
Für Einsatzkräfte wird es immer schwieriger an den Einsatzort zu kommen, da die Treibstoffversorgung ohne Strom nicht funktioniert und die Straßen auf Grund des Verkehrschaos (Unfälle durch ausgefallene Ampelanlagen, Züge die mitten auf der Kreuzung zu stehen kommen, …) schwer passierbar sind. Wenn der Strom ausfällt, gibt es auch kein Wasser aus der Leitung. Nicht mal die Toilettenspülung funktioniert. Dies führt nach zwei Tagen nicht nur zur üblen Geruchsbelastung, sondern auch die Hygiene leidet sehr darunter.

Tag 3

Am dritten Tag ohne Strom wird die Situation noch schlimmer. Brennende Kerzen oder Gaskocher verursachen immer mehr Brände. Ein Durchkommen der Feuerwehr oder Rettungskräfte ist auf Grund des Verkehrschaos und dem fehlenden Treibstoff beinahe unmöglich. Ist man noch in der glücklichen Lage ein Handy mit Akku zu besitzen, kann man auf Grund der überlasteten oder zusammengebrochenen Netze ohnehin nicht mehr oder nur schwer telefonieren. Informationen zu Stromausfall im Radio oder Fernsehen dringen ebenfalls nur noch vereinzelt durch.
Aufgrund der immer knapperen Lebensmittelversorgung beginnen die Menschen mit Raub und Plünderungen. War die Hilfsbereitschaft anfangs noch groß, geht es nur noch ums eigene Überleben.

Tag 4

Nach vier stromlosen Tagen geht in den ersten Krankenhäusern der Treibstoff der Notstromaggregate dem Ende zu. Medikamente können nicht mehr nachgeliefert werden. Auch Beatmungsgeräte oder andere für das Überleben wichtige Maschinen können ohne Strom nicht mehr betrieben werden. Die hygienischen Bedingungen werden immer schlechter, Notaufnahmen sind überfüllt und das Personal regelrecht überfordert.
Auch Lebensmittel sind nun Mangelware, da die Supermärkte nicht mehr versorgt werden können. In den Kühlhäusern wird der Treibstoff für die Notstromversorgung knapp, die ersten Lebensmittel verderben. In den eigens errichteten Notunterkünften, Lebensmittelausgaben oder Suppenküchen herrscht ein enormer Ansturm.

Ab dem 8. Tag

Nach einer Woche ist die fehlende Stromversorgung auch für Atomkraftwerke ein Problem. Auch hier gehen die Treibstoffreserven für das Notstromaggregat zu Ende, Brennstäbe können nicht mehr gekühlt werden. Atomunfälle können die Folge sein.

Egal ob das Blackout ein paar Tage oder einige Wochen dauert. Ist der Strom wieder am Netz, dauert es trotzdem noch einige Zeit, bis wieder ein „Normalzustand“ herrscht.

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Blackout-Ursachen – vielfältig und komplex

Blackout-UrsachenDie Ursachen für einen großflächigen und länger andauernden Stromausfall, also für ein Blackout, sind vielfältig und lassen sich grob in drei Kategorien einteilen:


Technische Probleme als Blackout-Ursachen

  • Ausfälle in Kraftwerken: Fehler in der Steuerung oder Technik von Kraftwerken können zu einem plötzlichen Leistungsabfall oder sogar zum Ausfall führen.
  • Schäden im Stromnetz: Defekte an der Netzinfrastruktur (Stromleitungen, Transformatoren oder Umspannwerken) können zu Unterbrechungen der Stromversorgung führen.
  • Menschliches Versagen: Fehler bei der Bedienung oder Wartung von Kraftwerken oder Stromnetzen können ebenfalls zu einem Blackout führen.

Naturkatastrophen:

  • Stürme: Starke Winde können Stromleitungen beschädigen und so zu einem Stromausfall führen.
  • Überschwemmungen: Hochwasser kann Kraftwerke und Stromnetze beschädigen und so einen Blackout auslösen.
  • Schneefall: Schneelasten können Stromleitungen zum Einsturz bringen und so zu einem Stromausfall führen.
  • Sonnenstürme: Eine verstärkte Sonnenaktivität führt zu Sonnenstürmen, die dann Auswirkungen auf das elektrische Netz auf der Erde haben.

Menschliches Eingreifen:

  • Cyberangriffe: Hackerangriffe auf Kraftwerke oder Stromnetze können zu einem gezielten Ausfall der Stromversorgung führen.
  • Sabotage: Beschädigungen an Kraftwerken oder Stromnetzen durch Vandalismus oder Sabotage können ebenfalls zu einem Blackout führen.

 

Die zunehmende Komplexität des Stromnetzes mit dezentralen Energiequellen und die Auswirkungen des Klimawandels erhöhen die potenziellen Risiken für einen Blackout. Um die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses zu minimieren, sind Vorkehrungen notwendig. Investitionen in die Modernisierung und Sicherheit des Stromnetzes sind dringend angeraten, um auf so einen Ernstfall reagieren zu können. Dazu gehört auch eine umfassende Vorsorge im Haushalt und in der Wirtschaft im Allgemeinen.

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Ursachen für einen Blackout

Ursachen Blackout

Es kann Ursachen geben, die das Stromnetz in einen Blackout führen. Auch wenn es für uns kaum vorstellbar ist. Unsere Stromnetze gelten als sehr sicher, aber die Wahrscheinlichkeit für einen Stromausfall oder sogar einen Blackout ist gar nicht so gering.

Welche Ursachen kann es geben?

Gerade gegen Naturkatastrophen, wie Hochwasser, starkes Unwetter oder ein Schneechaos ist der Mensch, trotz modernster Technik, machtlos. Fallen eine oder sogar mehrere Hochspannungsleitungen aus, die eine große Menge an Strom liefern, ist das Chaos perfekt. Bei kleineren Stromausfällen genügt oftmals ein Anruf bei der Störungshotline des zuständigen Netzbetreibers. Meist erhält man bereits hier Auskunft über die Ursachen des Stromausfalls oder sogar die Dauer.

Aber nicht nur die Natur kann so ein Chaos verursachen, auch der deutlich steigende Stromverbrauch wird früher oder später zu einem ernsthaften Problem werden. Der Strom kann zwar produziert werden, oftmals fehlen aber die Netze, um ihn zu transportieren. Ein weiteres Problem ist auch die erneuerbare Energie. Wind, Wasser und Sonne liefern zwar sauberen Strom für unsere Umwelt, doch das Wetter lässt sich leider nicht beeinflussen. Bei wenig Sonnenschein wird weniger Strom aus Sonnenenergie produziert, dasselbe beim Wind.

Weitere Gefahren und Ursachen

Eine immer größer werdende Ursache für einen Blackout können Terroranschläge oder sogar Cyberattacken sein. Auch wenn es für einen Laien schwierig klingt, können Hacker mit dem entsprechenden Knowhow in das Stromnetz eindringen und ganze Städte lahmlegen. Man spricht hier sogar von „neuer Kriegsführung“, bei dem der Hacker je nach Belieben die Stromversorgung einfach abschalten kann.

Eine weitere Ursache für einen Blackout kann auch menschliches Versagen sein. Ein Beispiel dafür ist Italien. Dort fiel im Jahr 2007 für 18 Stunden der Strom aus. Der Grund dafür: ein Netzproblem in der Schweiz. Ein Baum fiel auf eine 380 kV-Leitung und zur selben Zeit führte ein Gewitter in Frankreich ebenfalls zu Stromausfällen. Andere Netzbetreiber müssen in so einem Fall sofort Vorkehrungen treffen, um größere Schäden zu verhindern. Dies war in diesem Fall in Italien nicht schnell genug oder nicht ausreichend geschehen. In einer Kettenreaktion sind sämtliche Stromverbindungen nach Italien zusammengebrochen und ausgefallen.

Auflistung gravierender Stromausfälle weltweit seit 2000

Jahr

Land

Ereignis

2000

Kalifornien, USA

Es gab häufige Stromausfälle, die zu einem Mangel an Energie führten. Im Jahr 2003 wurde aufgedeckt, dass bestimmte Kraftwerksbetreiber den Mangel absichtlich verursacht haben, um die Preise auf dem Markt zu beeinflussen.

3. April 2003

Bagdad, Irak

Durch den Irakkrieg wurde in ganz Bagdad das Stromnetz fast völlig im Dunkeln.

14. August 2003

Nordosten USA, tlw. Canada

Schlechte Stromnetze führten zu einem großflächigen Stromausfall im Nordosten der USA sowie in Teilen Kanadas.

23. September 2003

Schweden

4 Millionen Menschen waren viele Stunden von einem Stromausfall betroffen.

28. September 2003

Italien

Die Unterbrechung zweier Stromleitungen aus Frankreich und der Schweiz führten in Italien und der Vatikanstadt zu einem Stromausfall.

12. Juli 2004

Athen, Griechenland

Ein Spannungszusammenbruch führte in Athen und Umgebung zu einem stundenlangen Stromausfall.

22. Juni 2005

Schweiz

Eine durch Überlastung ausgeführte Notabschaltung legte das gesamte Eisenbahnnetz der Schweizerischen Bundesbahnen vollständig lahm.

25. November 2005

Deutschland

Ein Schneechaos führte im Norden Nordrhein-Westfalens sowie in Teilen Südwest-Niedersachsens zu einer der größten Stromausfälle in der Geschichte der Bundesrepublik.

4. November 2006

Europa

Eine geplante zeitweilige Abschaltung einer Hochspannungsleitung in einer Werft westl. von Bremen/BRD führte zum bisher größten Stromausfall in Europa. Betroffen waren Gebiete in Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien, Österreich und Spanien.

26. Februar 2008

Florida, USA

Ein Störfall in einem Umspannwerk ließ die Energieversorgung im Großraum Miami zusammenbrechen. Zwei Kernreaktoren mussten heruntergefahren werden.

8. September 2011

Kalifornien, Arizona, USA, Mexiko

Eine Panne bei einer 500-Kilovolt-Leitung zwischen Kalifornien und Arizona führte in Kalifornien, Arizona und im Norden von Mexiko zu einem Stromausfall, von dem 1,4 Millionen Haushalte betroffen waren.

31. Juli 2012

Indien

Der bisher geschichtlich größte Stromausfall passierte in Nord- und Ostindien. Über 600 Millionen Menschen waren ohne Stromversorgung. Ursache: Überlastung des Stromnetzes in 20 von 28 Bundesstaaten Indiens.

19. Februar 2019

Berlin, Deutschland

Großflächigster und längster Stromausfall im Berliner Stadtgebiet seit dem Ende des 2. Weltkrieges. Bauarbeiter hatten zwei 110-Kilovolt-Stromkabel durchtrennt. Der Stromausfall dauerte knapp 31 Stunden.

16. Juni 2019

Argentinien, Uruguay

Ein Unwetter unterbrach die gemeinsame Stromversorgung von Argentinien und Uruguay. Auch angrenzende Bereiche von Brasilien, Chile und Paraguay waren betroffen. Über 47 Mio. Menschen waren betroffen.

13. Juli 2019

New York City, USA

70.000 Menschen waren durch einen Stromausfall in der Upper West Side von Manhattan und Midtown Manhattan betroffen.

Januar 2021

Pakistan

Eine Störung im Stromnetz im Süden Pakistans führte zu einem landesweiten Stromausfall.

2. September 2022

Flevoland, Niederlande

Ein Brand in Transformatorstationen führte in der niederländischen Provinz Flevoland zu einem Stromausfall.

20. Oktober 2022

gesamte Ukraine

Der russische Überfall auf die Ukraine beschädigte einen Großteil der Energieinfrastruktur. Landesweit kam es zu Stromausfällen und Stromabschaltungen.

23. Januar 2023

Pakistan

Störungen in der Netzfrequenz bedeutete für die meisten der 230 Mio. Bewohner Stromausfall für Stunden.

9. August 2023

Libyen

Tests im Stromnetz führten zu einem stundenlangen Stromausfall.

2. November 2023

Bretagne, Frankreich

780.000 Menschen in der Bretagne, insgesamt waren 1,2 Mio. Haushalte aufgrund des Orkantiefs Ciarán ohne Strom.

27. November 2023

Ukraine, Russland, Bulgarien

Ein Wintersturm mit Schneefall führte zu einem Stromausfall für 2 Mio. Menschen im Süden Russlands, den besetzten Gebieten der Ukraine und der annektierten Krim sowie Teile Bulgariens.

21./22. Januar 2024

Irland, Großbritannien

Ein Sturm mit Geschwindigkeiten bis 150 km/h beschädigte Freileitungen. Mindestens 170.000 Haushalte waren in Irland ohne Strom, in Großbritannien waren es 56.000.

Ursachen BlackoutWie verhalte ich mich bei einem Stromausfall respektive Blackout?

Das Wichtigste bei einem Stromausfall ist auf jeden Fall Ruhe bewahren!
Meistens sind die Ursachen des Stromausfalls gleich gefunden und der Strom ist spätestens nach ein paar Stunden wieder zurück. Trotzdem sollte man sich Gedanken machen, was passiert, wenn der Strom ausfällt und der Stromausfall länger als einen Tag dauert oder sogar zu einem Blackout führt. Eine Checkliste für den Stromausfall kann hier sehr hilfreich sein.

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Blackout vs. Stromausfall: Unterschied

Viele denken bei dem Wort „Blackout“ automatisch an einen Stromausfall. Obwohl beide Begriffe mit „kein Strom“ in Verbindung gebracht werden, ist ein Blackout nicht dasselbe wie ein Stromausfall.

StromausfallWas passiert bei einem Stromausfall?

Ein Stromausfall ist eine kurzzeitige Unterbrechung der Stromversorgung. Die Ursachen für Stromausfälle können technische Defekte oder Naturkatastrophen wie Unwetter sein. In der Regel ist die Ursache schnell gefunden und behoben, sodass die Stromversorgung innerhalb weniger Stunden wiederhergestellt ist. Da viele größere Betriebe bereits mit einem Notstromaggregat ausgestattet sind, welches in öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern sogar vorgeschrieben ist, ist der Schaden oft gering. Auch immer mehr Privatpersonen schützen sich vor diesem Szenario und rüsten sich mit einem Dieselnotstromaggregat oder einem Benzingenerator aus.

BlackoutWas ist ein Blackout?

Als Blackout bezeichnet man einen großflächigen und längerfristigen Stromausfall, der ganze Regionen oder sogar Länder betreffen kann. Im Gegensatz zu einem kurzen Stromausfall, der nur wenige Minuten oder Stunden dauert, kann ein Blackout mehrere Tage oder sogar Wochen dauern.
Die Ursachen für ein Blackout können auf unterschiedliche Ereignisse zurückgeführt werden:

  • Technische Probleme: Ausfälle in Kraftwerken, Stromnetzen oder Umspannwerken können zu einem Blackout führen.
  • Naturkatastrophen: Stürme, Überschwemmungen oder Schneefälle können Stromleitungen beschädigen und so einen Blackout auslösen. Auch  verstärkte Sonnenaktivitäten und damit verbundene Sonnenstürme können zu Blackouts führen.
  • Menschliches Versagen: Fehler bei der Bedienung von Kraftwerken oder Stromnetzen können ebenfalls zu einem Blackout führen.

Künstlich herbeigeführter Blackout: dient zur Manipulation der Strompreise

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für ein Blackout?

Es gibt mehrere Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit eines Blackouts erhöhen. Dazu gehört die zunehmende Komplexität des Stromnetzes. Das Stromnetz wird immer komplexer, da es mehr und mehr dezentrale Energiequellen wie Solar- und Windkraftanlagen integriert. Dies kann die Anfälligkeit für Fehler erhöhen.
Den Klimawandel darf man keinesfalls aus den Augen lassen. Dieser führt vermehrt zu extremeren Wetterereignissen wie Stürmen und Überschwemmungen, die Stromleitungen beschädigen und so einen Blackout auslösen können. Auch eine erhöhte Sonnenaktivität erhöht die Gefahr eines Blackouts. Magnetische Sonnenstürme beeinflussen die Stromleitungen und es kann zu einem großflächigen Stromausfall und auch zu Beschädigungen der Stromleitungen kommen. Leider sind inzwischen auch Cyberangriffe möglich. Hackerangriffe auf Kraftwerke oder Stromnetze könnten ebenfalls zu einem Blackout führen.

Auch wenn das österreichische Stromnetz als sehr sicher gilt, ist das Stromsystem sehr komplex und europaweit übergreifend. Die Stromerzeugung aus Photovoltaik oder Windkraftanlagen stehen nicht ständig zur Verfügung.  Fallen ein oder sogar mehrere größere Kraftwerke aus, führt dies zur Überlastung in anderen Kraftwerken. Man spricht hier von einer Kettenreaktion, auch Dominoeffekt genannt. Auch der Ausfall von Hochspannungsleitungen, die hohe Leistungen transportieren, kann enorme Auswirkungen haben. 

Die Folgen eines Blackouts sind offensichtlich:

  • Ausfall kritischer Infrastruktur: Ampeln, Wasserversorgung, Telekommunikation und Krankenhäuser fallen aus. Die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit wird stark erschwert.
  • Chaos und Panik: Die Bevölkerung ist verunsichert, es kann zu Hamsterkäufen und Plünderungen kommen.

Wirtschaftliche Schäden: Unternehmen und Betriebe können ihre Produktion nicht aufrechterhalten, was zu hohen finanziellen Verlusten führt.