Welche Leistung ein Unternehmen im Fall eines Stromausfalls für den Betrieb seiner Not- und Sicherheitssysteme benötigt, lässt sich nicht pauschal festlegen. Der tatsächliche Bedarf hängt von mehreren Einflussfaktoren ab – unter anderem von der Branche und den betrieblichen Abläufen, der Größe der Räumlichkeiten sowie von der Anzahl und Art der Verbraucher, die im Notbetrieb weiterhin versorgt werden müssen. Entscheidend ist dabei vor allem, welche Geräte und Anlagen zwingend betriebsbereit bleiben sollen (z. B. IT, Beleuchtung, Pumpen, Steuerungen oder sicherheitsrelevante Systeme) und ob diese gleichzeitig oder zeitversetzt betrieben werden.
Was müssen Sie tun, um die benötigte Leistung zu bestimmen?
- Strombedarf ermitteln: Machen Sie eine Liste aller elektrischen Geräte und Anlagen in Ihrem Unternehmen und notieren Sie deren Leistungsaufnahme in Watt.
- Anlaufstrom berücksichtigen: Berücksichtigen Sie den Anlaufstrom, der beim Starten bestimmter Geräte benötigt wird. Einige Geräte benötigen beim Start einen höheren Strom als während des normalen Betriebs.
- Gesamtleistung berechnen: Addieren Sie die Leistungsaufnahme aller Geräte und Anlagen, einschließlich des Anlaufstroms, um die Gesamtleistung zu bestimmen, die das Notstromaggregat liefern muss.
- Sicherheitspuffer einplanen: Fügen Sie einen Sicherheitspuffer von etwa 20-30% zur Gesamtleistung hinzu, um zusätzliche Lasten oder Anlaufstromspitzen zu berücksichtigen.
- Beratung durch Fachleute: Konsultieren Sie einen qualifizierten Elektriker oder Energieexperten, um Ihre spezifischen Anforderungen zu bewerten und Ihnen bei der Auswahl eines Notstromaggregats mit der richtigen Leistung zu helfen.
Indem Sie Ihren Strombedarf sorgfältig bewerten und professionelle Beratung einholen, können Sie sicherstellen, dass Ihr Unternehmen im Falle eines Stromausfalls zuverlässig mit Strom versorgt wird.