Die erforderliche Leistungsstärke eines Notstromaggregats hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Genauer gesagt hängt sie davon ab, welche Geräte im Ernstfall gleichzeitig laufen sollen und wie diese Geräte anlaufen. Die meisten Fehlkäufe entstehen nicht durch ein zu kleines Budget. Sie entstehen, weil kW und kVA verwechselt werden. Unser kVA-in-kW-Rechner auf dieser Seite räumt genau diese Verwechslung aus dem Weg: Er rechnet kVA in kW um und umgekehrt, schnell und ohne Formel.
kVA in kW umrechnen
kW = kVA × cos φ | kVA = kW ÷ cos φ
kVA oder kW: zwei Zahlen, ein Unterschied
Auf dem Typenschild Ihrer Geräte steht meist die Wirkleistung in kW. Das ist die Leistung, die tatsächlich in Arbeit, Licht oder Wärme umgesetzt wird. Stromerzeuger werden dagegen häufig in kVA angegeben, also als Scheinleistung. Sie enthält zusätzlich die Blindleistung, die zum Beispiel Elektromotoren für den Aufbau ihrer Magnetfelder benötigen.
Das Verhältnis der beiden Werte ist der Leistungsfaktor cos φ:
kW = kVA × cos φ | kVA = kW ÷ cos φ
Bei Stromaggregaten wird in der Regel mit cos φ = 0,8 gerechnet. Ein Aggregat mit 10 kVA liefert also rund 8 kW nutzbare Wirkleistung und nicht 10 kW.
Unser Rechner nimmt Ihnen diese Umrechnung in beide Richtungen ab. Aus Ihrem Bedarf in kW wird die Aggregatgröße in kVA. Und aus der kVA-Angabe im Datenblatt wird die Leistung in kW, die Sie mit Ihrer Verbraucherliste vergleichen können. Wie viel Leistung Sie brauchen, sagt Ihnen der Rechner nicht. Das ermitteln Sie mit den folgenden Schritten, und dafür braucht es nur einen Zettel.
Unser Tipp aus der Praxis: Prüfen Sie im Datenblatt, auf welchen cos φ sich die Leistungsangabe bezieht. Bei kleinen 230-V-Geräten wird oft mit cos φ = 1 gerechnet, bei Drehstrom (400 V) mit 0,8. Zwei Aggregate mit „gleicher“ Leistung können dadurch in der Praxis sehr unterschiedlich viel leisten. Im Rechner können Sie den Leistungsfaktor deshalb selbst anpassen.
In vier Schritten zur richtigen Größe
1. Verbraucher addieren. Listen Sie alle Geräte auf, die im Notfall gleichzeitig laufen sollen, und zählen Sie ihre Leistung zusammen (1.000 W = 1 kW).
2. Anlaufspitzen einrechnen. Motoren in Kühlschrank, Pumpe oder Kompressor brauchen beim Start kurzzeitig das Zwei- bis Vierfache ihrer Nennleistung. Diese Spitze muss das Aggregat schaffen.
3. Reserve dazugeben. 20 bis 25 % Luft schonen Motor und Kraftstofftank.
4. Umrechnen. Mit unserem Rechner wird aus Ihrem kW-Wert die Aggregatgröße in kVA. Umgekehrt zeigt er, wie viel kW ein Gerät mit kVA-Angabe wirklich liefert.
Beispiel Einfamilienhaus: Kühlgeräte, Heizungspumpe, Licht, Router und eine Tauchpumpe kommen zusammen auf rund 1,6 kW. Beim Anlauf der Pumpe sind es kurzzeitig etwa 3,2 kW, also rund 4 kVA. Ein Aggregat mit etwa 3 kW Dauerleistung passt.
Haushalt oder Betrieb?
Im Haushalt reichen meist 3 bis 10 kW. Die Ausnahme ist die Wärmepumpe, die braucht mehrere kW und gehört extra berechnet. Für empfindliche Elektronik empfehlen wir einen Inverter.
In Gewerbe und Landwirtschaft geht es schnell um mehrere hundert kW. Hier zählen auch Drehstrom, eine gleichmäßige Phasenlast und die Dauerleistung (COP) statt der Spitzenleistung.
Sie haben Ihren Wert? Im Produktfinder filtern Sie direkt nach Dauerleistung. Oder Sie schicken uns Ihre Verbraucherliste, und wir sagen Ihnen, ob sich das ausgeht.